Zum Tode von Norbert Blüm :
Der kleine Stier

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Norbert Blüm am 18. September 1997 in Weimar
Norbert Blüm am 18. September 1997 in WeimarFrank Röth

Gesetzliche Rente, Betriebsrente und individuelle Ersparnis sind das bis heute gültige Dreisäulenmodell, für das auch Blüm sich stark gemacht hat. Doch die rot-grüne Welt war nicht mehr Blüms Welt.

Wike Byl, der Wirt der Kneipe „Unterm Reetdach“ auf der Nordseeinsel Borkum, hatte den kleinen Stier, den seine einzige Kuh nach langen Jahren gebar, „Nobbi“ getauft. Der junge Stier sei stämmig und von drolligem Aussehen, hat uns Norbert Blüm in den neunziger Jahren erzählt. Er kannte das Tier gut, weil er auf Borkum gerne Ferien machte und bei Wike Byl nach ausgedehnten Wattwanderungen seinen Kruiden, irgendeinen Kräuterschnaps, trank. Er freilich könne nicht der Grund der Namensgebung gewesen sein, meinte Blüm schelmisch „Denn im Gegensatz zu mir hat Nobbi kurze krause Löckchen zwischen den Hörnern.“

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