Netflix-Doku über Eiszeit :
Wenn Bilder lügen

Lesezeit: 6 Min.
Unbedacht: Graham Hancocks Rekonstruktion der Gebäude Göbekli Tepes
Was ist dran an der Netflix-Produktion von Graham Hancock über untergegangene Zivilisationen der Eiszeit? Nichts: Wissenschaftliche Erkenntnisse werden grob falsch dargestellt, die Theorie zeugt von Größenwahn.

Mit der aufwendig produzierten achtteiligen Netflix-Serie „Untergegangenen Zivilisationen auf der Spur“ („Ancient Apocalypse“), die in Deutschland wochenlang unter den Top Ten des Streaming-Anbieters stand, verfolgt der Autor Graham Hancock nach eigener Aussage zwei Ziele. Zum einen möchte er, der sich seit 30 Jahren in Büchern mit der Prähistorie beschäftigt, neue „Beweise“ für die Existenz einer fortschrittlichen („advanced“) Eiszeit-Zivilisation vorlegen. Zum anderen will er die Zunft der „Mainstream-Archäologen“, wie er sich ausdrückt, entlarven, die diese Beweise ignorierten und an ihrer „alten Erzählung“ von den Jägern und Sammlern festhielten, die, so Hancock spöttisch, eines Tages erwacht seien und beschlossen hätten, gigantische Bauwerke mit 20 Tonnen schweren Steinen zu errichten.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.
Uwe Ebbinghaus
Uwe EbbinghausRedakteur im Feuilleton.

Kurse und Finanzdaten zum Artikel: Netflix-Aktie
Schlagworte: NetflixAlle Themen