Zugunglück vor 50 Jahren :
Erst der Knall, dann Dunkelheit

Von Heike Lattka
Lesezeit: 5 Min.
Feuerwehrleute retten eine der Verletzten aus den ineinander verkeilten Wagen des Zuges.
Am 17. November 1966 starben sieben Menschen, als bei Oberliederbach zwei Züge kollidieren. Helfer, Opfer und jene, die durch Zufall nicht im Zug gewesen sind, erinnern sich an das schwere Unglück vor 50 Jahren.

Immer wenn Herbert Köhler mit seinem Auto zwischen Oberliederbach und Unterliederbach unterwegs ist, beschleicht ihn ein mulmiges Gefühl. „Dort auf der Höhe, wo heute die Abfüllanlage der Coca-Cola steht, ist es passiert“, sagt er. Seine Gedanken führen den 74 Jahre alten Rentner aus Hofheim oft zurück zu jenem verregneten frühen Novemberabend, einem Donnerstag, der sich morgen zum fünfzigsten Mal jährt. Das schwere Zugunglück ist in den 44 Jahren, in denen sich Köhler für die freiwillige Feuerwehr in Hofheim engagiert, das mit Abstand schlimmste Ereignis. Sieben Menschen sterben bei dem Frontalzusammenstoß zweier Züge, 70 werden teilweise lebensgefährlich verletzt, und manch einer bleibt für den Rest seines Lebens behindert.

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