DFB-Pokal-Übersicht :
Beflügelte Bayern mit Kantersieg

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Fröhliche Münchner: am Ende steht ein halbes Dutzend gegen Magdeburg
Fröhliche Münchner: am Ende steht ein halbes Dutzend gegen MagdeburgReuters

Kane und Kompany inspirieren den FC Bayern zum Erfolg. Schalke scheitert in Dresden. Wagner verliert schon wieder. Und Kiel gewinnt im Elfmeterschießen.

Inspiriert vom Ballon d'Or für Harry Kane hat der FC Bayern standesgemäß das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Obwohl der frisch gekürte Weltfußballer nur auf der Bank saß, gelang dem Titelverteidiger auch dank der beiden Treffer von Michael Olise ein weitgehend souveränes 6:1 (2:1) gegen den Zweitligaklub 1. FC Magdeburg – mit einigen Schlampigkeiten und dem zwischenzeitlichen Ausgleich der mutigen Gäste als Schönheitsfleck.

Olise brachte die Münchner früh in Führung (10.), nach dem plötzlichen Ausgleich durch ein Traumtor von Mateusz Zukowski (15.) beruhigte Ismael Saibari, der für Kane die Position der zentralen Sturmspitze eingenommen hatte, umgehend die Münchner Gemüter (21.).

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Danach fehlte bisweilen die Zielstrebigkeit – ehe abermals Olise mit einem frechen „Panenka“-Foulelfmeter (50.) die Weichen auf Sieg stellte. Der eingewechselte Alphonso Davies (70.), Nathaniel Brown (73.) und Santos Daiber (90.+3) hübschten den Sieg weiter auf.

Gute Nachrichten für die Bayern hatte es bereits vor dem Spiel gegeben: Trainer Vincent Kompany war nach seinem Zusammenbruch aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das bestätigte Sportvorstand Max Eberl. „Das ist, glaube ich, die größte und die schönste Nachricht für uns alle“, sagte er in der ARD.

Kiel gewinnt im Elfmeterschießen

Favoritenschreck Holstein Kiel hat sich als letzte Mannschaft fürs Achtelfinale im DFB-Pokal qualifiziert. Die „Störche“ gewannen am späten Mittwochabend mit 4:3 (1:1, 1:1) im Elfmeterschießen gegen die TSG Hoffenheim.

Adam Hlozek (11.) hatte den Bundesligaklub früh in Führung geschossen, Adrián Kapralik (23.) für den Außenseiter ausgeglichen. Dabei blieb es in einer packenden Pokalpartie bis zum Ende der regulären Spielzeit. Auch die Verlängerung brachte keine Treffer. Im Elfmeterschießen setzte sich Kiel dann durch, obwohl Giorgi Kvilitaia gleich den ersten Schuss an den Pfosten setzte. Leon Avdullahu und Mats Rots vergaben dann allerdings auf  Hoffenheimer Seite.

Schon in der jüngeren Vergangenheit hatte Holstein immer wieder für Furore im Pokal gesorgt. So war für den kleinen Klub im Vorjahr erst der VfB Stuttgart im Viertelfinale Endstation, 2021 schafften es die Norddeutschen sogar ins Halbfinale.

Hannover kommt nicht in die Spur

Sandro Wagner gerät bei Hannover 96 zunehmend unter Druck. Der neue Trainer schied mit dem ambitionierten Zweitligaklub in der zweiten Pokal-Runde mit 0:2 (0:1) gegen den 1. FC Kaiserslautern aus. Nach vier Spielen an der Seitenlinie der 96er wartet Wagner weiter auf den ersten Sieg.

Sandro Wagner: „Um mich geht es nicht. Es geht um den Verein“
Sandro Wagner: „Um mich geht es nicht. Es geht um den Verein“dpa

Milos Lukovic (14.) und Ivan Prtajin (86.) sorgten für den Achtelfinaleinzug der Lauterer. Wagners Mannschaft war zwar über weite Strecken überlegen, scheiterte aber immer wieder an Gästetorhüter Julian Krahl, der im fünften Pflichtspiel nacheinander ohne Gegentor blieb.

Tapsoba leitet die Wende für Leverkusen ein

Bayer Leverkusen ist dank einer fulminanten Aufholjagd ins Achtelfinale eingezogen. Gegen den Zweitliga-Zweiten 1. FC Nürnberg mit Trainer Miroslav Klose drehte die Mannschaft von Carles Martínez einen 0:2-Rückstand noch in ein 5:2 (1:2).

Rafael Lubach (13. Minute) und Sigurd Haugen (30.) hatten die zunächst forschen Gäste vor 29.681 Fans in Führung gebracht. Edmond Tapsoba (41. und 49.) leitete mit je einem Treffer kurz vor und nach der Pause die Wende ein, ehe Patrik Schick mit einem verwandelten Elfmeter (70.), Jonas Hofmann (78.) und Lucas Vázquez (89.) den am Ende zu hoch ausgefallenen Sieg für die Werkself perfekt machten.

Schalke scheitert in Dresden

Der FC Schalke 04 ist frühzeitig aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die harmlose Mannschaft von Trainer Miron Muslic verlor am Mittwoch ihr Zweitrunden-Duell beim Zweitligaklub Dynamo Dresden mit 0:2 (0:0). Wettbewerbsübergreifend ist Schalke nun seit fünf Spielen sieglos. Die Dresdner stehen dank Patrice Covic (54.) und Christoph Daferner (88.) erstmals seit zwölf Jahren im Achtelfinale.

Königsblaue Tristesse: Schalke scheitert frühzeitig im Pokal
Königsblaue Tristesse: Schalke scheitert frühzeitig im Pokaldpa

Schalke war bemüht, spielte seine Vorstöße aber zu unsauber aus und geriet zunehmend in die Defensive. Dynamo hielt kämpferisch und spielerisch dagegen. Auch nach dem Seitenwechsel fehlten Schalke offensiv Zugriff und Präzision. Dynamo dagegen kombinierte – und traf. Covic kam nach einer Hereingabe am zweiten Pfosten frei zum Abschluss. Schalke griff an, ehe Daferner nach einem Standard für Dynamo das Spiel endgültig entschied.

Freiburg mit Mühe gegen Wolfsburg

Der SC Freiburg bleibt dank Keisuke Goto nach dem starken Saisonstart auch im DFB-Pokal auf Kurs. Der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga löste die knifflige Zweitrunden-Aufgabe gegen den VfL Wolfsburg mit 3:2 (1:2) und zog nach einer turbulenten Schlussphase zum dritten Mal in Folge ins Achtelfinale ein.

Goto besorgte den Sieg unter dem Jubel der Freiburger Fans mit seinem Treffer in der Nachspielzeit (90.+2), nach der frühen Führung durch Igor Matanovic (6.) hatte der Japaner bereits den Ausgleich für die Breisgauer erzielt (75.). Die Wolfsburger, die trotz großer Investitionen nach dem Abstieg in der zweiten Liga noch nicht vollends überzeugen, lagen nach zwei Treffern von Kento Shiogai (8./43.) lange in Führung.

Undav erlöst Stuttgart

Der VfB Stuttgart hat den nächsten Tiefschlag nur mit sehr viel Mühe abwenden können. Die Schwaben erkämpften sich ein glanzloses 1:0 (0:0) beim lange dezimierten Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn.

Vor 14.846 Zuschauern in der Paderborner Home Deluxe Arena erzielte Deniz Undav in der 90. Minute den Siegtreffer für die Stuttgarter gegen zehn Paderborner. Die Ostwestfalen spielten seit der 37. Minute in Unterzahl. Laurin Curda hatte die Rote Karte wegen groben Foulspiels gesehen.

Jeddeloh II schafft diesmal keine Sensation

Hertha BSC ist mit etwas Mühe ins Achtelfinale eingezogen. Der Zweitliga-Spitzenreiter setzte sich beim Regionalligaklub SSV Jeddeloh II in Oldenburg mit 2:0 (0:0) durch. Josip Brekalo (57. Minute) und Julian Eitschberger (63.) trafen für die Berliner, die gegen den krassen Außenseiter aus Niedersachsen lange Probleme hatten.

Dorfverein Jeddeloh II (1.300 Einwohner) war nach dem klaren 5:2 in der ersten Runde gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim auch im ungleichen Duell mit dem Hauptstadt-Club vor 10.000 Zuschauern lange ein unbequemer Gegner. Der Klub aus dem Ammerland sicherte sich mit dem Einzug in die zweite Runde insgesamt rund 685.000 Euro an Prämien.

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